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Da ein Bild oft mehr sagt als viele Worte, habe ich neben stehend eine beschreibende Zeichnung
eingefügt.
Der Dulcimer gehört aus musikwissenschaftlicher Sicht
zur Familie der Griffbrettzithern. Charakteristisch
ist der lang gestreckte Korpus (Resonanzkörper), über den in gesamter
Länge das Griffbrett mit den drei Saiten verläuft. Die äußere Form des
Korpus und der Schalllöcher kann im einzelnen sehr unterschiedlich gestaltet sein.
Die Abstände der Bünde auf dem Griffbrett sind nicht in gleichmäßigen
Halbtonschritten (wie etwa bei einer Gitarre) angeordnet, sondern in diatonischer Reihenfolge
(Wechsel zwischen Halb- und Ganztonschritten) wie die weißen Tasten auf einer
Klaviertastatur. Manche Instrumentenbauer fügen heute zwischen dem sechsten
und dem siebten Bund einen zusätzlichen Bund ein, das sog.
6 1/2 fret (fret = engl. Bund).
Auf diese Weise steht ein zusätzlicher Halbtonschritt zur Verfügung, der
die Spielmöglichkeiten, besonders auch beim Akkordspiel, beträchtlich erhöht.
Von den drei Saiten dient die erste als Melodiesaite.
Die beiden anderen Saiten werden als Bordunsaiten auf
Grundton (Baßsaite) und Quinte (mittlere Saite) gestimmt.
Im Abschnitt Spieltechniken wird der Begriff
"Bordun" genauer erläutert.
Die Mensur (Länge der schwingenden Saite) bzw. der Abstand zwischen Steg und
Sattel liegt bei den meisten Intrumenten im Bereich zwischen 70 cm und 80 cm. Aber auch
hier gibt es wieder jede Menge Ausnahmen.
Der hier beschriebene Dulcimer ist gewissermaßen nur die "Standardausführung" des
Instrumentes. Es gibt unzählige Abarten und Varianten. So werden z. B. die Saiten, die
über das Griffbrett laufen, häufig verdoppelt, um eine größere
Klangfülle zu erzielen. Viele Instrumente mit einem breiteren Korpus, wie etwa die
schwedische Hummel, haben neben dem Griffbrett noch zusätzliche Bordunsaiten.
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